Landschaftsmalerei der Gegenwart
Die Landschaftsmalerei der Gegenwart steht heute in einem Spannungsfeld zwischen Tradition und zeitgenössischer Wahrnehmung. Als Landschaftsmaler arbeite ich mit direkter Beobachtung, reduziertem Formaufbau und einem bewussten Umgang mit Farbe und Material. Meine Bilder entstehen aus der Auseinandersetzung mit realen Landschaften, insbesondere alpinen Räumen, und übertragen diese Eindrücke in eine zeitgemäße malerische Sprache.
Im Zentrum meiner Arbeit steht nicht die idealisierte Ansicht, sondern die konkrete Erfahrung von Raum, Licht und Struktur. Die Landschaft wird dabei nicht interpretiert, sondern malerisch erfasst und verdichtet. Meine Landschaftsbilder atmen frische Luft – sie sind beobachtete und erarbeitete Landschaften.

Der Schneeberg als Motiv
Der Schneeberg dient in mehreren Arbeiten als konkretes Beispiel für meine Herangehensweise. Die markante Felswand, die bewaldeten Hänge und der offene Himmel bieten eine klare Struktur, die sich malerisch umsetzen lässt.
Dabei interessiert mich weniger der konkrete Ort als vielmehr:
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die räumliche Staffelung
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das Zusammenspiel von Licht und Oberfläche
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die Spannung zwischen Ruhe und Bewegung
Der Schneeberg wird so zu einem Studienobjekt für zeitgenössische Landschaftsmalerei.
Zeitgenössische Landschaftsmalerei als Beobachtung
Zeitgenössische Landschaftsmalerei bedeutet für mich, Landschaft nicht als romantisches Motiv zu begreifen, sondern als realen, erfahrbaren Raum. Berge, Hänge, Wälder und Himmel werden nicht dekorativ dargestellt, sondern in ihrer physischen Präsenz untersucht.
Dabei geht es um Fragen wie:
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Wie verändert Licht die Wahrnehmung von Form?
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Welche Rolle spielt Farbe für räumliche Tiefe?
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Wie kann Materialität Landschaft erfahrbar machen?
Diese Fragen bestimmen meine Arbeitsweise und führen zu Bildern, die bewusst auf erzählerische oder symbolische Überhöhungen verzichten.

Landschaftsmalerei heute
Als Landschaftsmaler bewege ich mich in einem Umfeld, in dem fotografische Bilder allgegenwärtig sind. Gerade deshalb ist die malerische Auseinandersetzung mit Landschaft weiterhin relevant. Malerei ermöglicht eine andere Form der Wahrnehmung: Sie verlangsamt, filtert und ordnet.
Meine Arbeiten entstehen nicht aus Vorlagen oder idealisierten Bildern, sondern aus direkter Anschauung. Die Landschaft dient dabei als Ausgangspunkt für einen malerischen Prozess, der Beobachtung und Entscheidung verbindet.

Arbeitsweise und Technik
Meine Landschaftsbilder entstehen überwiegend alla prima in Öl. Diese direkte Malweise erlaubt es, Lichtstimmungen und räumliche Eindrücke ohne Umwege festzuhalten. Der Farbauftrag erfolgt pastos, häufig mit dem Spachtel, wodurch die Oberfläche Teil der Bildaussage wird.
Typische Merkmale meiner Arbeitsweise sind:
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direkter Farbauftrag ohne Vorzeichnung
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sichtbare Spuren des Malprozesses
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reduzierte, klare Farbpalette
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Konzentration auf große Formen und Strukturen
Diese Technik unterstützt eine zeitgemäße Form der Landschaftsmalerei der Gegenwart, die sich nicht an Detailtreue, sondern an Wahrnehmung orientiert.

Landschaft als Raum
In meiner Malerei wird Landschaft als räumliche Erfahrung verstanden. Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund sind klar gegliedert, ohne streng konstruiert zu sein. Diagonalen, Hanglinien und Felsstrukturen führen den Blick und schaffen Tiefe.
Am Beispiel alpiner Landschaften – wie etwa dem Schneeberg – zeigt sich diese Herangehensweise besonders deutlich. Der Berg erscheint nicht als Symbol, sondern als physischer Körper im Raum. Seine Struktur, seine Farbigkeit und seine Massivität bestimmen die Komposition.
Farbe als zentrales Ausdrucksmittel
Farbe spielt in meiner zeitgenössischen Landschaftsmalerei eine zentrale Rolle. Sie beschreibt nicht nur Oberflächen, sondern erzeugt Raum und Stimmung. Kühle und warme Farbbereiche werden gezielt eingesetzt, um Distanz und Nähe zu definieren.
Dabei arbeite ich bewusst mit:
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gebrochenen Grüntönen in bewaldeten Zonen
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kühlen Blau- und Grauabstufungen in Felsformationen
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hellen, offenen Farbbereichen im Himmel
Die Farbe bleibt dabei stets sichtbar als Farbe und wird nicht illusionistisch geglättet.
Reduktion und Klarheit
Ein wesentliches Merkmal meiner Landschaftsmalerei ist die Reduktion. Details werden zugunsten klarer Formen zurückgenommen. Diese Vereinfachung ermöglicht es, das Wesentliche der Landschaft sichtbar zu machen, ohne sie zu abstrahieren.
Reduktion bedeutet hier:
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Konzentration auf Form und Struktur
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bewusster Verzicht auf dekorative Elemente
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klare Bildaufteilung
So entstehen Bilder, die ruhig wirken und dennoch Spannung erzeugen.
Landschaftsmalerei der Gegenwart und Materialität
Die sichtbare Materialität ist ein bewusster Bestandteil meiner Arbeit. Der pastose Farbauftrag verleiht der Oberfläche eine körperliche Qualität, die mit der dargestellten Landschaft korrespondiert. Fels, Hang und Wald werden nicht nur dargestellt, sondern auch materiell erfahrbar gemacht.
Diese Verbindung von Motiv und Material ist ein zentrales Anliegen meiner Landschaftsmalerei der Gegenwart.
Gegenständlichkeit ohne Illustration
Meine Bilder sind gegenständlich, jedoch nicht illustrativ. Die Landschaft bleibt erkennbar, wird aber nicht erzählerisch ausgeschmückt. Stattdessen steht die malerische Umsetzung im Vordergrund.
Diese Haltung ermöglicht:
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eine offene Bildwirkung
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Raum für eigene Wahrnehmung
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Konzentration auf malerische Mittel
So entsteht eine zeitgenössische Form der Landschaftsmalerei, die weder nostalgisch noch abstrakt ist.
Ziel der Arbeit
Ziel meiner Landschaftsmalerei ist es, Orte erfahrbar zu machen, ohne sie zu erklären. Die Bilder sollen Präsenz entwickeln und dem Betrachter Zeit lassen. Sie entstehen aus genauer Beobachtung und werden durch den Malprozess verdichtet.
Damit versteht sich meine Arbeit als ruhiger, konzentrierter Beitrag zur zeitgenössischen Landschaftsmalerei.
Bilderrahmen
Neben meiner zeitgenössischen Landschaftsmalerei fertige ich auch passende Bilderrahmen für meine Kunstwerke.