Schattenfugenrahmen bzw. Guggenheimrahmen – die elegante Rahmenlösung für Leinwandbilder auf Keilrahmen

Warum unsere Schattenfugenrahmen so gut zu moderner Kunst passen

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte (auch historisches!) über Schattenfugenrahmen und warum es für Sie von großem Vorteil ist, diese in der factory18 zu kaufen. Wenn Sie gerne moderne Museen besuchen, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Rahmen mit Schattenfuge erblicken. Meistens sind diese auch handgefertigt – manche kommen aus der factory18.

Industrierahmen versus individuelle Handarbeit!

Die Herstellung herkömmlicher Rahmen

Der Rahmenmacher bestellt industriell vorgefertigte Leisten, die in der eigenen Werkstatt in Gehrung geschnitten, mit ein paar Tropfen Leim versehen und anschließend von unten angetackert werden, damit die Rahmenschenkel zusammenhalten. Die industriellen Oberflächen sind meistens sprühlackiert oder mit Plastikfolie beklebt. Manche Rahmenleisten werden auch schon komplett aus Polyurethanschaum hergestellt. Die Ecken sind scharfkantig.

Die Herstellung handgemachter Rahmen

Entweder bestellt der Rahmenmacher unbehandelte Rohleisten aus Holz, oder stellt sie selbst her. Nach dem Gehrungsschnitt werden sie ausreichend geleimt und gepresst, bis überschüssiger Holzleim aus den Fugen quillt. Wenn die Verleimung getrocknet ist, werden die Rahmenschenkel zusätzlich mit Holzzapfen gedübelt. Dann wird der Holzrahmen für die weitere Oberflächenbehandlung geschliffen. Nun kann gebeizt, lasiert, gestrichen, vergoldet oder versilbert werden – je nachdem, was am besten passt. Der fertige Schattenfugenrahmen greift sich ganz anders an, man spürt die Handarbeit und die Ecken sind weich gerundet.

Schattenfugenrahmen aus der factory18

Schattenfugenrahmen aus der factory18 heben sich sowohl in der Fertigung, als auch in ihrer ästhetischen Haptik massiv von den maschinell produzierten Produkten ab! Aus folgenden Gründen:

  • individuelle Beratung und Fertigung
  • Einzelstücke – Unikatrahmen
  • mit Liebe handgefertigte Museumsqualität
  • um die Ecke verarbeitet und gedübelt (keine scharfen Kanten, keine Tacker)
  • haptisch, zurückhaltend, elegant, alle Oberflächen möglich

Wie kommen Sie zu einem passenden Schattenfugenrahmen?

Am besten, Sie rufen an und vereinbaren einen Beratungstermin. Zudem geben wir gerne auch telefonisch Auskunft über Details und Preise. Schließlich finden Sie zielsicher die passende Rahmenlösung für Ihre Ansprüche.

⧉ Telefon:  +43 (0)660 94 33 144

 

Was ist ein Rahmen mit Schattenfuge?

Im Grunde steckt die Erklärung schon im Wort Schattenfuge. Das heißt, eine Fuge zwischen Bildträger und Rahmen erzeugt einen Schatten. Dieser Zwischenraum wird auch als Luft oder Spiel bezeichnet. Die umrahmende Leiste ist die Sichtkante (mit ihrer Sichtbreite). Daher ist sie immer größer, als der Bildumfang! Darüberhinaus gibt es noch zwei für die Montage relevante Werte, wie die Innenhöhe und das Lichtmaß.

Der Name Guggenheimrahmen stammt von der großen Sammlung für moderne und zeitgenössische Kunst in New York. Der Schattenfugenrahmen zählt zu den elegantesten und modernsten Rahmenlösungen für  Leinwandbilder auf Keilrahmen. Nichtsdestoweniger eignet sich dieser Rahmenstil auch für sämtliche starren Bildträger.

Guggenheimrahmen, Schattenfugenrahmen für Leinwand
Guggenheimrahmen oder Schattenfugenrahmen für zeitgenössische Malerei auf Leinwand-Karton. Das Rahmenholz ist fein geschliffen, gebeizt und mit Schellack fixiert. Eine der vielen haptischen und natürlichen Oberflächen.

Geschichtliches zur Entstehung des Guggenheimrahmens

Weniger Rahmen ist mehr Kunst!

Die Verwendung von Schattenfugenrahmen beziehungsweise Guggenheimrahmen für moderne Kunst entstand aus einer großen Not.

Im Jahre 1963 erwarb das Guggenheim-Museum die deutsche Kunstsammlung Thannhauser. Kunstwerke vom Impressionismus bis zur Klassischen Moderne wechselten die Besitzer. Allerdings befand sich der Zustand der Rahmungen mehr als fragwürdig.

Die Präsentation der Kunstwerke in Ausstellungen erwies sich als sehr schwierig, weil sämtliche Bilderrahmen in schlechtem Zustand und in höchstem Grade unpassend waren. Dementsprechend litten insbesonders die Kunstwerke der Klassischen Moderne an überladenen Prunkrahmen. So manche Gemälde wurden im wahrsten Sinne des Wortes „erdrückt“.

Schließlich veranlasste dieser fragwürdige Zustand den damaligen Museumsdirektor Thomas Messer zum „Thannhauser Frame Project„. Dieses Projekt startete Anfang der 80er-Jahre. Es beinhaltete die Restaurierung und Neurahmung sämtlicher Kunstwerke der Sammlung.

Unter dem Strich erwies sich der Schattenfugenrahmen als beste Alternative. Demzufolge waren die ersten Leisten dieser Art weiß gestrichene L-Profile aus Vollholz – schlicht, handgefertigt und dezent.

Diese Art, Bilder einzurahmen, ohne sie zu erdrücken, erwies sich für den Kunstgenuss als sehr zuträglich. Schließlich entwickelte sich die Rahmung mit derartigen Schattenfugenleisten zu einem Muss für Kunstsammler moderner Kunst.

Schattenfugenrahmen für moderne Kunst, Vorderseite
Schattenfugenrahmen im Detail. Die grundierte Holzoberfläche wird bei diesem Rahmenmodell mit der passenden Farbe matt gefasst.

Was macht einen Schattenfugenrahmen in Museumsqualität aus?

  • Der Rahmen soll zum Bild passen
  • Von Hand gefertigt (wie die meisten Kunstwerke auch)
  • Weniger ist mehr! Das heißt, einfache Rahmenlösungen sind fast immer die besten, weil der Rahmen weniger Aufmerksamkeit erregen sollte, als das Bild.
  • Verarbeitung des Holzes: Rahmengehrungen werden beim Leimen gepresst und verdübelt.
  • Verarbeitung der Oberfläche: Haptische oder natürliche Oberflächen sind am schönsten
  • Riesen-Auswahl an Möglichkeiten
  • Materialien: Das beste Ausgangsmaterial für Rahmen ist nach wie vor gewachsenes Massivholz.
Schattenfugenrahmen - Guggenheimrahmen für Bilder
Schattenfugenleisten mit einer Sichtbreite von 1cm für kleine bis mittelgroße Bilder auf Keilrahmen. Techniken (v. l.n.r): Polimentsilber, Ebenholz (fast schwarz), Nuss, Mahagoni, Kirsche, Weißlasur und Natur. Die Oberflächen können individuell variiert werden.

Wie wir unsere Schattenfugenrahmen herstellen:

Rahmen mit Schattenfuge bieten wir schon seit dem Jahre 2002 in den verschiedensten Variationen an. Außerdem  zählen sie mittlerweile zu den beliebtesten Holzrahmen für moderne Kunst auf Keilrahmen. Schattenfugenrahmen sind Exklusivrahmen, weil wir sie immer individuell anfertigen.

Die Herstellung von Bilderrahmen mit Schattenfuge ist die gleiche, wie bei Profilrahmen. Selbstverständlich ist unser Grundmaterial immer gewachsenes Holz, das wir sorgfältig verarbeiten. Das Profil des Schattenfugenrahmens hat immer eine L-Form. Infolgedessen befestigt man den Keilrahmen rücklings mit passenden Schrauben.

Exklusive Verarbeitung der Schattenfugenrahmen Rückseite
Schattenfugenrahmen: Rückseite mit gedübelter Gehrung

Verarbeitung eines Schattenfugenrahmens
Der Schattenfugenrahmen mit Sichtkante aus Blattsilber. Das Blattmetall wird mit einem speziellen Pinsel „angeschossen“.  Anschließend kann man es polieren, mattieren und patinieren.

 

Fertigung einer Schattenfuge: versilberte Oberfläche
Fertige Oberfläche – Silber mattiert

Die Herstellung von Schattenfugenrahmen ermöglicht es, edle Oberflächentechniken anzuwenden, ohne dass der Arbeitsaufwand allzu teuer wird. Im folgenden Film sehen Sie, wie wir die frisch versilberte Sichtkante eines Schattenfugenrahmens auf Hochglanz polieren. Allerdings ist das Polieren mit dem Achat nur einer von mehreren Arbeitsschritten einer Vergoldung. Im Anschluss wird patiniert und mit Schellack überzogen.

Das Polieren der versilberten Sichtkante eines modernen Schattenfugenrahmens.

 

Mehr über die Anfertigung von handgefertigten Bilderrahmen aus der factor18 lesen Sie hier